Wie könnten die globalen Rohstoffmärkte im Jahr 2030 aussehen? Das war die Ausgangsfrage eines interessanten Projektes des World Economic Forums, welches per einjährigem Konsultationsprozeß unter Mitarbeit von Experten und mithilfe der Szenariotechnik (Scenario Planning) das Wahrscheinliche zu skizzieren versuchte. Als Ergebnis wurden folgenden Zukunftsperspektiven für den Welthandel angedacht:
1. Eine Grüne Handelsallianz: Ein Ausblick- fast zu schön, um wahr zu sein- und daher vermutlich auch am Unwahrscheinlichsten. Die WTO wird in Zukunft durch eine grüne Handelsallianz (Green Trade Alliance) ersetzt werden. Nachhaltigkeitskriterien finden Berücksichtigung in Handelsabkommen und die Weltordnung sortiert sich nach diesen Standards neu. Es gibt starke Handelsbeziehungen zwischen den Mitgliedern der GTA .
2. Ein angepasster Globalismus: Es kommt zu einer Zunahme der Interkonnektivität, wachsende weltweite Vernetzungen unter Herausbildung von neuen und vielfältigen Machtverhältnissen. Rohstoffreiche Länder gewinnen an Stärke und spielen zunehmend ihre strategische Position auf dem Markt aus. Auch die Zivilgesellschaft gewinnt an Einfluß und bestimmt zunehmend über verbraucherpolitische Grundlagen.
3. Sicherung von Rohstoffen: Dieses, für den gemeinen Wirtschaftstheoretiker ein eher pessimistisches Szenario, beschreibt die Regression globaler Handelsverflechtungen. Es folgt die Abschottung nationaler Märkte und Förderung der heimischen Wirtschaftsinteressen. Importsubstitution erlebt als ökonomische Strategie ein Revival.
Den kompletten Bericht gibt es auf der Webseite des WEF, hier das Video:

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