Kaum eine Organisation ist so erfolgreich im Fundraising wie Wikipedia. Weltweit über 12 Mio. Euro Spenden erzielte der letzte Spendenaufruf im Herbst 2010. Davon wurden allein in Deutschland über 2Mio € eingenommen.
Während der Fundraising Kampagne testete Wikipedia verschiedene Spendenaufrufe per Seitenbanner mit zum Teil recht unterschiedlichem Erfolg. Eine genaue Auswertung der Fundraisingkampagne findet man hier bei Wikimedia. Einen einfachen aber eindrücklichen Eindruck über die Ergebnisse der einzelnen Aufrufe bekommt man auf die Schnelle durch die Visualisierung der Daten. (via "Information ist Beautiful" , Webseite des britischen Guardian Redakteurs David McCandles)
Weitere Infos über das Fundraising bei Wikipedia finden sich im Interview mit dem Fundraiser der deutschen Wikimedia Stiftung Till Mletzko bei fundraising20.de.
Auf internationale Klimabkommen dürfe man sich nicht verlassen, sondern auf regionaler Ebene muss angefangen werden zu handeln, so kritisierte Elanor Ostrom, diesjährige Gewinnerin des Wirtschaftsnobelpreises, sinngemäß die derzeitigen Bemühungen gegen den Klimawandel in einem Interview der Zeitonline.
Auf regionaler Ebene nachhaltig zusammen leben und damit Ressourcen schonen ist in diesem Zusammenhang auch das Konzept hinter den "Transition Towns". Eine Idee, die mir vor einigen Wochen noch gänzlich unbekannt war. Zunächst vermutete ich Parallelen zum hiesigen energieeffizienten Bauen und den Passivhäusern, doch der Anspruch der "Transition Towns" umfasst eine deutlich weiterreichende Redefinition von Ökonomie und Ressourceneffizienz. In Großbritannien, wo die Bewegung der "Transition Towns" vermutlich ihren Ursprung fand, gibt es bereits einige Gemeinden, die die Umsetzung dieses Gedankens engagiert vorantreiben.
Im Prinzip ist das Ziel der Transition Towns die nachhaltige Ausrichtung aller Lebensaspekte im Rahmen einer Gemeinschaft (mainstreaming sustainability). Besondere Schwerpunkte sind dabei zum einen die Wende bei der Übernutzung der globalen Ölvorkommen (peak oil) durch den Umbau der Energieversorgung zugunsten regenerativer Ressourcen. Zum anderen wird unter dem Aspekt der Permakultur die nachhaltige Gestaltung und Nutzung von Lebenräumen, sei es artgerechte Viehzucht, ökologische Landwirtschaft oder das soziale Miteinander verstanden. Laut Wikipedia ist es "ein Wirtschaften mit erneuerbaren Energien und naturnahen Stoffkreisläufen im Sinne einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Nutzung aller Ressourcen", auch mit Rücksicht auf nachfolgende Generationen.
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